365 kleine Freuden #18

Heute bin ich froh, mir selber eingestehen zu können, dass ich nicht gezwungen bin unbedingt zu schreiben. In meinem Leben herrscht grade so viel Chaos das es zu ordnen gilt. Darauf sollte der Fokus liegen. Hier geht es aber bald weiter. Vielleicht schon morgen, denn positiv ist auch, dass es immer etwas positives gibt. Manchmal reicht nur die Kraft nicht mehr um es aufzuschreiben.

365 kleine Freuden #16/17 Katze und bekannte unbekannte Orte

Gestern war ich leider zu krank um zu posten, deswegen heute mal doppelt. Gestern kam der Kater einer Freundin auf mich zu. Dieses Tier ist sehr speziell und ich hatte immer das Gefühl er kann mich nicht besonders gut leiden. Das scheint nicht zu stimmen, denn er hat sich kurz zu mir gelegt und seinen Kopf an meinem gerieben anstatt mich anzuknurren. Scheint nicht bei jedem der Fall zu sein. Also: Er mag mich ❤

Heute habe ich mich über einen Besuch auf der Arbeitsstelle jener Freundin besonders gefreut. Ich habe zuvor so unglaublich viele Geschichten von diesem Ort gehört und weiß nun endlich wie es dort aussieht. So aufregend hätte ich mir das gar nicht vorgestellt.

Sich selbst genug sein

Das heißt nicht, dass man alleine sein muss, aber dass man alleine sein kann. Und dabei zufrieden. Weil man seine Ansprüche an sich und an das Leben selber erfüllt. Weil man niemanden braucht der das übernimmt. Meine Mama sagte vor einiger Zeit zu mir (so ungefähr): Wenn du von anderen Menschen erwartest dein Leben für dich so zu gestalten, dass du zufrieden bist, deine Unzufriedenheiten auszugleichen und dafür zu sorgen dass du dich magst, wirst du mit niemandem glücklich. Das musst du selber tun. Bevor dir jemand anders genug ist, musst du dir zuerst selber genug sein.
Ich habe lange darüber nachgedacht. Dass sie Recht hat wusste ich gleich. Das ist doch das allergrößte Glück, egal wo man ist und in welcher Situation man steckt, zu sich selbst kommen zu können und sicher und zufrieden zu sein. Wer sein Leben aus den Händen gibt wird nie zufrieden. Das können andere vielleicht ganz kurzfristig übernehmen, aber auch nur dann, wenn sie exakt dieselben Vorstellungen haben wie man selber. Wie oft kommt das wohl vor? Vielleicht bildet man sich manchmal auch ein man könnte die Vorstellungen des anderen übernehmen oder integrieren. Irgendwann merkt man aber, dass man sich nicht mehr treu ist und das tut auch weh. Ich sage nicht, dass man zusammen deswegen nicht glücklich werden kann. Nur mit sich selber nicht. Man muss sich eben selbst genug sein um sich nicht von anderen enttäuscht zu fühlen.
Ich denke das schaffen die wenigsten von uns. Es wäre doch so schön. Also habe ich eine Mission. Wie wird man genug? Erster Schritt: Verinnerliche, dass du nicht perfekt sein musst. Aber alle anderen auch nicht.

365 kleine Freuden #13 Ankommen

Kennt ihr diese Momente des Ankommens wenn man verreist? Man ist vielleicht stundenlang unterwegs, hat einen langen, anstrengenden Weg und Tag hinter sich, aber kurz bevor man ankommt, breitet sich so ein gewisses Bauchkribbeln aus. Eine Vorfreude, eine Aufregung, Spannung. Ich liebe dieses Gefühl. Manchmal kommt es auch während der Reise in kleinen Wellen. Es ist vollkommen egal wohin der Weg führt. Ankommen ist immer schön und heute freue ich mich ganz besonders endlich in Hamburg zu sein.

365 kleine Freuden #12 Straßenmusik

Eigentlich bin ich ja eher Landei, aber ich finde es total toll in der Großstadt durch die Fußgängerzonen zu laufen und überall den Straßenmusikern zuzuhören. Wenn man nicht grade an einem verkaufsoffenen Sonntag loszieht, findet sich vielleicht sogar ein Platz in einem Cafe in der Nähe. Was mich heute noch so freut ist Vorfreude auf einen spontanen Besuch, bei einem besonders lieben Menschen. ❤

365 kleine Freuden #10 Charaktere

Manchmal wird man enttäuscht. Ich wusste heute lange nicht was ich schreiben soll, mal abgesehen davon, dass es wundervoll warm war draußen und ich Stunden im Park verbracht habe.
Es gibt viele Menschen die nicht verstehen, die bestimmte Sachen nicht tolerieren können oder wollen und die ihre ganz eigene Weltsicht haben. Eine Weltsicht die ich nicht verstehe und die mir wehtut. Umso mehr freut es mich, dass ich andere Menschen kenne. Menschen die mich verstehen, die mich annehmen wie ich bin, die meine Sicht teilen und deren Sicht ich teilen kann. Ich habe so viele tolle Menschen, so unglaublich viel Glück. Meine Familie, meine Freunde und Bekannten, die zu mir passen. Ich liebe euch alle und bin froh und dankbar euch zu haben <3. Das ist doch etwas mehr als positives.

365 kleine Freuden #9 Spontane Überwindung

Ich war heute tatsächlich Joggen! Naja, rumlaufen. Ok, ich habe versucht mich schneller als Schrittgeschwindigkeit fort zu bewegen und sah dabei aus wie ein angeschossenes Känguru.
Das macht aber nichts, denn ich bin froh, dass ich es geschafft habe anzufangen und ich bin stolz, dass ich es gleich nach dem Aufstehen getan habe. Das Wetter war super und irgendwie überkam mich eine Welle der Motivation. Die war weg als ich im Park stand. Ich hasse Laufen und habe damals in der Schule sogar mal eine 6 im Ausdauerlauf kassiert. Selbst als unser Sportlehrer damit gedroht hat uns doppelt solange laufen zu lassen (alle!), sollte ich schlapp machen, half das nix. Umso stolzer war ich dann auf das Laufabzeichen, was wir niemals bekamen, für das ich starke 30 Minuten durchgehalten habe. Dank des Streits mit einer Freundin, den wir während der Sportplatzumrundungen ausdiskutieren mussten. Zumindest hat mich das bei Laune gehalten <3.
Heute Morgen waren es vielleicht 2 Minuten (ich weiß, sehr peinlich :P), die sich jedoch anfühlten wie 10. Den Rest des Parks habe ich dann halt spazierend umrundet. Dafür doppelt! Aber was wirklich zählt ist, dass ich aufgestanden und gelaufen bin. Erfahrungsgemäß baut sich die Kondition relativ schnell wieder auf. Ich habe mal zusammen mit einer Nachbarin für ihre Bergtour trainiert und konnte nach 2 Wochen locker 45 Minuten mithalten ohne einzugehen. Ich vermisse diese abendlichen Touren. Ich hasse Laufen, aber ich liebe das Gefühl danach. =)