365 kleine Freuden #8 Postkarten

Zu meinen Lieblingsbeschäftigungen gehört chronisches Postkartensammeln. Als Erinnerung, als Motivation, als Dekoration, Souvenir oder liebe Geste wenn ich sie von Leuten geschickt bekomme. Mittlerweile habe ich 2 Kisten voll… es wird echt Zeit wieder einmal welche zu verschicken^^°.
Meine Lieblingskarten habe ich vor der Nase hängen, während ich am Schreibtisch sitze, oder ich habe sie in meinem Kalender immer dabei. So machen sie mir jeden Tag Freude, motivieren mich oder erinnern mich an etwas. Die heutigen Favoriten zeige ich euch:

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365 kleine Freuden #7 Wiedersehen macht Freude

Heute war ich, nach langer Abwesenheit, wieder in der Uni um meinen Bericht abzugeben. Ich habe mich mit einer Kommilitonin getroffen, was sehr schön war. Obwohl die Semesterferien noch nicht ganz zu Ende sind, ist der Campus schon richtig belebt und wir haben viele bekannte Gesichter gesehen. Es ist immer wieder schön wie groß die Wiedersehensfreude im neuen Semester ist und wie jeder eine freundliche und motivierte Stimmung verbreitet. Die größte Überraschung war allerdings, dass sich die Dozentin an meinen Namen erinnert hat! Bin ich so ja überhaupt nicht gewohnt und da ich sie sehr mag und das Seminar klasse fand, hat es mich umso mehr gefreut. Meine Motivation steigt und ich freue mich, dass es bald wieder richtig losgeht.

365 kleine Freuden #6 Müde aber stolz

Ich bin heute Morgen vom Bett auf die Couch zu meinem Laptop gewandert und habe angefangen zu schreiben. Einen Bericht für den ich eigentlich so 2-3 Tage eingeplant habe. Gestern habe ich festgestellt, dass ich mich im Wochentag geirrt habe und ihn morgen abgeben muss. So ein Mist.
Aber ich bin jetzt stolz auf mich, weil ich ohne Unterbrechung und fokussiert dran gearbeitet habe, 10 Stunden, was für mich wirklich untypisch ist. Er ist fertig und ich finde ich habe mir meinen Feierabend jetzt wirklich verdient. Und hey, ich habe es wenigstens rechtzeitig gemerkt =)
Manchmal tut es gut richtig im Stress zu sein. Hinterher kann man anerkennen was man geleistet hat und sich umso mehr auf ein bisschen Entspannung freuen. Was weg ist, ist weg. So habe ich mir 2 Tage halbherzige Arbeit gespart.

365 kleine Freuden #5 Wind

Wie schön es ist, morgens im Bett zu liegen und einen kühlen Luftzug im Gesicht zu spüren. Optimal kombiniert mit Herbstdüften. Ich liebe Wind. Es hat mir noch nie etwas ausgemacht bei Sturm draußen spazieren zu gehen. Besonders schön ist es, an der Ostsee zu stehen und die salzige, nasse Luft ins Gesicht geweht zu bekommen. Viele Menschen hassen Wind. Für mich ist er Energie, Leben und Reinigung. Stell dich in den Sturm und er kann dir helfen, deine negativen Gedanken fort zu tragen.

365 kleine Freuden #4 Überraschung

Die größte „kleine“ Freude des Tages; gleich heute Morgen nach dem Aufwachen. Ein Blick aufs Handy, die Nachricht einer Freundin: „Ich hab ne ganz tolle Nachricht für dich =D“. Eine erfreuliche Nachricht für uns beide, die mir für den Moment ein kleines bisschen mehr Freiheit schenkt. Ich liebe solche Momente in denen man gute Nachrichten bekommt, ohne, dass man vorher auch nur ansatzweise etwas ahnt. Dabei ist es vollkommen egal wem etwas Gutes passiert, denn die Freude von Menschen die ich gern habe reißt mich manchmal mehr mit als meine eigene. Vor ungefähr einem Monat bekam ich kommentarlos ein Foto zugeschickt, dass mich augenblicklich vor Freude zum Weinen brachte und mich 2 Tage lang in Hochstimmung versetzte. Selten habe ich so mit gehofft und mich so sehr  mit gefreut (Ich weiß du liest mit. Ich denk ganz oft an euch und freue mich immer noch ❤ ).
Es ist toll, euphorisiert in den Tag zu starten. Das hat jetzt zwar alles nichts mit Achtsamkeit und nebensächlichen Dingen zu tun die eine größere Rolle spielen sollten, aber man darf sich auch einfach mal daran erfreuen glücklich zu sein und bewusst zu denken: Danke ❤

365 kleine Freuden #3 Emil

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Heute macht mein Kater Emil mir besonders viel Freude. Er hat Charakter. Er ist stur. Wenn er etwas will sagt er das und provoziert solange bis er es bekommt. Das arme Tier läuft dann hin und her, brummt, miaut, schnauft, wirft alles von den Schränken was er finden kann und tut all das was er nicht darf. Manchmal möchte ich ihn aus dem Fenster werfen, aber meistens liebe ich ihn abgöttisch. Weil er Türen öffnen kann, weil er redet und man meistens sogar versteht was er einem sagen will, weil er zeigt was er möchte und selbstbewusst ist, weil er manchmal trotzig ist und weil er klug ist und wenn er es für richtig hält auch sehr liebevoll.
Heute hat er sich dazu entschieden mein bester Freund zu sein. Er folgt mir in jeden Raum, lässt sich gerne streicheln, freut sich wenn ich ihn anspreche und sucht sich seinen Schlafplatz immer in meine Nähe. Ich respektiere meine Katzen und es ist jedes Mal unglaublich schön, wenn sie mir Respekt und Zuneigung zurückschenken.

365 kleine Freuden #2 Kastanien

Heute war ich auf dem Weg in einen kleinen Park in der Nähe, als ich an einem Kastanienbaum vorbeikam. Überall lagen Schalen auf dem Boden, aber die Kastanien waren alle bereits weggesammelt. Bis auf eine: meine! Ich liebe Kastanien. Als Kinder haben wir Tage damit verbracht in der Kastanienallee unseres Dorfes Müllsäcke voll davon zu sammeln, um sie später beim Förster abzugeben. Was nie passiert ist, wenn ich mich richtig erinnere. Ich freue mich noch heute, jedes Mal wenn ich Kastanien finde. Ich liebe ihren typischen Geruch und die weiche, glatte, anschmiegsame Oberfläche.

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Ich habe meine Kastanie mit in dem Park genommen und sie die ganze Zeit festgehalten. Es war ein wunderschöner, sonniger und warmer Herbsttag. Zum ersten Mal in diesem Jahr habe ich mich über den Herbst gefreut und ihn genossen, anstatt in Panik zu verfallen weil der Sommer vorbei ist. Es gab ein wundervolles großes Beet mit Stauden, einen Teich und Goldfische und glücklicherweise waren über die Mittagszeit kaum Menschen unterwegs. Ein wirklich echter Wohlfühlmoment.

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365 kleine Freuden #1 Das Lächeln eines Fremden

Vor kurzem war ich abends mit meinem Freund auf den Feldern spazieren, als uns ein Hund entgegen kam. Es war eine Boxerhündin, sie sah freundlich und wunderschön aus und ich war hin und weg. Als der Besitzer an uns vorbei lief, breitete sich auf meinem Gesicht, total unbewusst, ein breites Lächeln aus. Aus Freude, aus Respekt, aus Bewunderung für die Hündin. Aus irgendeinem Grund hat mich dieser Moment so glücklich gemacht, dass ich all meine Freude in dieses Lächeln legte. Ich bekam ein Lächeln und ein freundliches Nicken zurück, als hätte dieser Fremde genau gespürt was ich ihm durch meine Geste mitteilen wollte. Diese Begegnung hat mir unglaublich viel Kraft gegeben, hat mich beeindruckt und glücklich gemacht und wird sicherlich noch eine ganze Weile in Erinnerung bleiben.

365 Tage/ 365 kleine Freuden

Ich habe schon länger vor ein kleines 365-Tage Projekt zu starten und heute fange ich endlich mal damit an. Manchmal ist man so festgefahren, so frustriert und blockiert, dass man die schönen Dinge um sich herum gar nicht mehr wahrnimmt. Viele Leute haben mir in letzter Zeit gesagt ich würde mich nur noch auf das Negative konzentrieren und mich in mein subjektives Elend reinsteigern. Sie haben leider Recht, dafür hatte ich schon immer ein sehr großes Talent. Eine sehr weise Frau sagte mir vor : Einige Menschen sind Sonnenscheine, ihnen fliegen die Glücksmomente einfach so zu. Andere Menschen müssen sich ihr Glück und ihre Kraftquellen eben suchen, das heißt aber nicht, dass es für sie weniger gibt.
Ein Jahr lang, möchte ich euch jeden Tag eine Kleinigkeit aus meinem Alltag vorstellen die mir Freude macht. Gegenstände, Erlebnisse, Gefühle, Personen. Ich bin selber sehr gespannt was dabei rauskommt und lade euch herzlich ein, in den Kommentaren einfach mitzumachen.